Kleine Provisorische Gemeinschaften

Ein Monat in Marokko

Das Projekt der Kleinen Provisorischen Gemeinschaften geht 2017 weiter. Nawojka aus Polen, die einen Monat lang in Marokko gelebt hat, erzählt:

„In der Kleinen Provisorischen Gemeinschaft in Marrakesch haben wir, Maria aus Spanien, Caren aus Deutschland, und ich den Alltag in einer kleinen Wohnung in der Stadt geteilt. Jeden Vormittag haben wir in einem Zentrum für Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, mitgeholfen und die Kinder beschäftigt. Wir treffen uns häufig mit unseren Nachbarn, die wie wir aus einem anderen Land kommen. Mit Studenten aus dem ganzen Land haben wir uns oft zum Essen getroffen, zum Gebet oder zu Beidem.

Am schwersten fiel es mir, mich den Menschen, der Umgebung und der fremden Kultur anzupassen. Gleichzeitig haben wir aber auf wunderbare Weise gelernt, miteinander zu teilen sowie Probleme nicht zu umgehen, sondern sie zu lösen versuchen; wir haben die gemeinsamen Augenblicke schätzen gelernt und die Kraft des gemeinsamen Gebets gespürt. Diese gemeinsame Zeit hat uns die Augen für unsere Verschiedenheit geöffnet: Wie kann man den anderen annehmen, ihn schätzen, verstehen und ganz einfach da sein, ohne jemanden zu verurteilen? Nach einer solchen Erfahrung sieht man die Welt mit anderen Augen und man wird auch für das Unerwartete offener.“


Hier kann man mehr erfahren über das Leben dieser Kleinen Provisorischen Gemeinschaft [http://taizemorocco.tumblr.com/]

Printed from: http://www.taize.fr/de_article21489.html - 22 September 2019
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