Der 10. Mai in Taizé

Eine festliche Atmosphäre zum 100. Geburtstag von Frère Roger

Am Sonntag, den 10. Mai lud die Communauté die Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung nach Taizé ein, um seines Gründers, Frère Roger, zu bedenken. Er wurde am 12. Mai 1915 in westschweizer Dorf Provence geboren und kam am 20. August 1940 nach Taizé. Das Jahr 2015 ist somit eine Gelegenheit, in Dankbarkeit auf sein Leben und auf die Gründung der Communauté vor 75 Jahren zurückzublicken.

Den zahlreichen Gästen standen am Nachmittag zunächst verschiedene Thementreffen zur Auswahl:

  • „Ich ginge bis ans Ende der Welt, um auf diese Weise immer wieder aufs Neue mein Vertrauen in die junge Generation zum Ausdruck zu bringen“: Wie kam es, dass die Jugend für Frère Roger eine so zentrale Rolle spielte? mit Sabine Laplane, Verfasserin der Biografie „Frère Roger – Mit fast nichts…“
  • „Bleibt niemals auf der Stelle stehen“: Das Leben und die Vision Frère Rogers mit Gottfried Hammann, Theologe und Pfarrer der reformierten Kirche von Neuchâtel sowie einem Bruder der Communauté.
  • Das Wesentliche in wenigen Worten, einige Ausschnitte von Gesprächen mit Frère Roger
  • Begegnungen mit Frère Roger mit Zeitzeugen verschiedener Generationen, deren Leben nach einer Begegnung mit Frère Roger eine unerwartete Wende genommen hat

Junge Familien waren zu einem Theaterstück in Olinda eingeladen, die 15bis17-Jährigen konnten einzelne Stationen des Lebens Frère Rogers an verschiedenen Stellen auf dem Hügel entdecken.


Der 10. Mai begann für die Pilger aus den vier umliegenden Diözesen mit dem Sonntagsgottesdienst, den die Bischöfe Benoît Rivière, Hervé Giraud von Sens-Auxerre und Enrique Figaredo aus Kambodscha gemeinsam feierten. Nach dem Gottesdienst wurden alle zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen und zu einer Begegnung mit einem Bruder der Communauté sowie zwei Schwestern der Gemeinschaft von St. André.


Um 17.30 Uhr fand in der Versöhnungskirche ein Gebet statt, an dem auch Bischöfe und Vertreter verschiedener Kirchen teilnahmen, unter ihnen François Clavairoly, der Vorsitzende des Protestantischen Kirchenbundes von Frankreich und zahlreiche Pastoren und Pfarrer aus Frankreich und der Schweiz. Ihre Anwesenheit gab dem Tag eine besondere ökumenische Note.

Nach dem gemeinsamen Gebet trafen sich alle Besucher vor dem Haus der Brüder zu einem kleinen Imbiss – eine Gelegenheit zum Wiedersehen und gegenseitigen Kennenlernen… ein Moment der Freundschaft am Ende dieses Tages der Freude.

Printed from: http://www.taize.fr/de_article19152.html - 22 August 2019
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