Polen, Mai 2013

Treffen in Grębocin

Ende Mai hatten junge Polen Gelegenheit, in Grębocin, einem kleinen Dorf in der Nähe von Torun, an einer weiteren Etappe des Pilgerwegs des Vertrauens teilzunehmen, das unter dem Thema stand: „Sein Vertrauen auf Gott setzen". Artur, ein junger Teilnehmer dieses Treffens, schreibt:

Unsere Gastgeber hatten wirklich an alles gedacht: Die Gastfreundschaft der Menschen von Grębocin war überwältigend; ohne zu Zögern haben sie uns in ihre Häuser aufgenommen. Aber was mich am meisten beeindruckt hat, war die Einheit der Gemeinde: ein lebendiges Zeichen der Brüderlichkeit.

Den Mittelpunkt des Treffens bildeten natürlich die gemeinsamen Gebete, zu denen dreimal am Tag alle in die Turnhalle kamen. Ikonen waren eine anschauliche Einladung, uns der Gegenwart Gottes zu öffnen. Jugendliche aus der Gegend hatten einen kleinen Chor gebildet, der dem ganzen Treffen eine Atmosphäre der Freude verlieh.

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Jeden Tag gab ein Bruder aus Taizé eine kurze Bibeleinführung, danach war ein Moment der Stille zum persönlichen Nachdenken. Anschließend fanden Gespräche in kleinen Gruppen statt, um über die Erfahrungen jedes einzelnen und über konkrete Möglichkeiten zu sprechen, wo man die Quellen des Vertrauens auf Gott entdecken kann.

Thementreffen über verschiedene konkrete Initiativen des Vertrauens waren ein anderer, wichtiger Teil des Treffens. Wir haben Leuten zugehört, die trotz schwieriger Zeiten im Leben ihr Vertrauen auf Gott setzen. Es geht nicht immer ohne einen persönlichen Kampf, und unser Vertrauen auf Gott zu setzen, macht uns stärker. Das Treffen war auch für die Koordinatoren der Vorbereitungen der Europäischen Treffen eine Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und dazu, ihren Sorgen hinsichtlich des Treffens am Ende dieses Jahres in Straßburg Luft zu machen.

Am Sonntag, 26. Mai, feierten wir einen „Tag der Freude“ zusammen mit der Kirchengemeinde des Dorfes. Dies bot uns die Möglichkeit, den Dorfbewohnern für ihre Gastfreundschaft zu danken. Sie hatten ein Lagerfeuer vorbereitet und uns auf verschiedenste Weise unterhalten.

Wir waren begeistert und sind mit dem Entschluss von Grębocin wieder nach Hause gefahren, anderen von dem zu erzählen, was wir erlebt haben, und Vertrauen in unserer Umgebung und in der Gesellschaft zu schaffen.

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Weitere Reaktionen:

Wiktor (21): „Mit jemandem zu sprechen, der die meiste Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, war eine mächtige Erfahrung für mich. Seine Worte waren ein lebendiges Beispiel dafür, wie Gott unser Leben verändern kann, wenn wir ihm vertrauen.“

Jola (20): „Ich würde das Treffen mit drei Worten beschreiben: Vertrauen, Offenheit des Herzens und Perfektion. Jede Person, die ich getroffen habe, war bereit zuzuhören. Dies schaffte Vertrauen zwischen uns und zu Gott. Aber warum Perfektion? Ja, das Treffen war perfekt vorbereitet!“

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Ela(26): „In Grębocin haben wir in kleinen Gesprächsgruppen und in Thementreffen nach neuen Wegen des Vertrauens gesucht. Aber für mich war die Gastfreundschaft der Menschen dort schon ein wichtiges Zeichen des Vertrauens. Die Familien von Grębocin haben nicht nur ihre Häuser, sondern auch ihre Herzen aufgemacht. Es war überwältigend, wie sie sich um uns kümmerten. Die Gespräche mit den Gastfamilien haben oft bis spät in die Nacht gedauert. Ich war auch sehr beeindruckt von der Schönheit des Gebets. Der kleine Chor hat mir wirklich geholfen, mein Herz für die Gegenwart Gottes zu öffnen.“

Zuzanna(18): „Die Vorbereitung dieses Treffens war für mich ein wahre Freude. Aber noch schöner war, die Früchte der gemeinsam verbrachten Zeit zu sehen. Die Schönheit der Gesänge, die Dekoration der Turnhalle und die Gastfreundschaft der Familien von Grębocin: Man hätte denken können, bei einem Europäischen Jugendtreffen zu sein. Ich bin sicher, dieses Treffen war eine wichtige Erfahrung, nicht nur für uns Pilger, sondern auch für die, die alles gegeben haben, um diese Tage vorzubereiten.“

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