April 2012

Drei Internationale Einkehrtage

Im April dieses Jahres bereiteten die Brüder der Communauté, die in Kenia leben, drei internationale Einkehrtage vor – einen in Mombasa und zwei in Nairobi. 160 Jugendliche aus sechs ostafrikanischen Ländern nahmen daran teil.

„Bis zum Treffen im November in Kigali“, mit diesen Worten gaben die Jugendlichen ihrem Wunsch Ausdruck, die während der Tage des gemeinsamen Gebets, Nachdenkens und Austauschs geschlossene Freundschaft weiterzuführen. Jugendlichen in Afrika könne mit sehr wenig eine festliche Atmosphäre schaffen: Klatschen, Singen, den Körper bewegen, ein paar spontanen Späßen... Vor jeder Mahlzeit kommen auf diese Weise alle zum Gebet zusammen und singen ein paar Lieder.

Unter den Themen fielen besonders auf: Wie kann die Stille unser Leben verändern? Wie kann der Glaube zur inneren Heilung beitragen? Wie kann noch sichtbarer werden, dass unsere Ortsgemeinden Orte der Gemeinschaft sind? Wie können junge Menschen aktiv werden und selbst Arbeitsplätze schaffen?

Meditative Gebete, Besuche an Orten der Hoffnung im Slum von Korogocho, eine Stunde persönlicher Stille am Tag, gelebte Einheit unter jungen Christen verschiedener Länder und verschiedener Kirchen: das alles war für viele Teilnehmer der Wochenenden etwas Neues.

Die Ruander sprachen von der Situation der jungen Menschen in ihrem Land und davon, wie wichtig es für sie ist, im November junge Pilger aus allen Ländern bei sich aufnehmen zu können: „Wir wollen ein neues Ruanda vorstellen“. Die vierzehn Teilnehmer aus Ngarua hatten keine Mühe, zu überzeugen. Sie erklärten, dass am 1. Mai Anmeldeschluss ist. Neunzig Jugendliche haben dort ihre Kostenbeitrag für das Treffen schon in Form von 90 Kilo Mais in der Gemeinde deponiert. Dort wird er ein paar Monate eingelagert und zu einem günstigeren Zeitpunkt verkauft.

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