Kenia

Jugendtreffen in Nairobi: Dezember 2010

Vom 1. bis 12. Dezember 2010 nahmen 200 Jugendliche aus etwa einem Dutzend ostafrikanischer Länder und darüber hinaus an Jugendtreffen, vorbereitet von den Brüdern aus Taizé im kirchlichen Zentrum Mji wa Furaha in Nairobi teil.

Die Tür der kleinen Kirche musste offen bleiben, damit alle Teilnehmer bei den gemeinsamen Gebeten dreimal am Tag Platz fanden.

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Vorbereitung eines Theaterstücks

Das Thema „Die Hoffnung Christi heute leben“ war der rote Faden, der sich durch die Bibeleinführungen, Thementreffen und Besuche an Orten der Umgebung zog. Die Thementreffen spiegelten die Hoffnungen der Jugendlichen in dieser Region wieder, die von den Wunden der jüngsten Geschichte und von den politischen Spannungen gezeichnet ist. Diese kommen zu den vielen Herausforderungen der Weiterentwicklung hinzu: „Jugendliche setzen sich nach 20 Jahren Bürgerkrieg in Uganda für Versöhnung ein“, „Am Vorabend des Unabhängigkeitsreferendums im Südsudan junger Christ sein“, „Straßenkindern in Kenia und Ruanda helfen“, „Die Hoffnung auf Christus in den Wirren des Krieges in Kivu (Kongo) bewahren“, „Das tägliche Leben mit behinderten Menschen teilen“, „Jugend und Verantwortung: beruflich, in der Familie, in der Kirche...“, „Das Evangelium bei den Massai leben...“

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Thementreffen mit jungen Massais

Ein Nachmittag war Besuchen an Orten der Hoffnung gewidmet: Einige Gruppen halfen im „Boma Rescue Center“ mit, wo Straßenkinder aufgenommen werden. „Recyclingzentrum Mukuru“ ist eine Kooperative, in der sich 40 junge Leute zusammengetan haben, die auf der Mülldeponie von Nairobi arbeiten.

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Mukuru recycling center

„Glucola Cyber Café“ ist eine Initiative Jugendlicher im Stadtteil Babadogo, die dazu beitragen wollen, ihren Stadtteil sicherer zu machen und die Lebensbedingungen zu verbessern, Jobs zu schaffen... Alles fing mit dem freiwilligen Müllsammeln an, dann konnte ein Internetcafé eröffnet und Motorradtaxis angeschafft werden.

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Edward und das Glucola Cybercafé
Longinos, ein junger Künstler aus Korogocho empfing eine Gruppe Jugendlicher in seinem Atelier und spricht davon, wie er versucht die Schönheit der Frauen im Slum zu malen.

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Longinos’ Studio

Die Ostafrikanische Gemeinschaft (ein Zusammenschluss Burundis, Kenias, Ruandas, Tansanias und Ugandas) nimmt Gestalt an: Für manche Länder besteht keine Visumspflicht mehr, das Verkehrs- und Straßennetz wird besser. Was vor ein oder zwei Generationen noch undenkbar schien, ist nun möglich: Jugendliche können frei reisen. Studien, Handel und Sport sind Anlässe, die Grenzen zu überqueren. Junge Christen, die sich der gemeinsamen Grundlage des Glaubens in Christus bewusst sind, können geschwisterliche Bande in der Region knüpfen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Frieden.

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Mittagessen während des Treffens

Jugendliche, die einige Tage in Gebet und Stille über das Wort Gottes nachdenken und in Gemeinschaft miteinander teilen, sind ein Zeugnis des Wirkens Gottes. Im Laufe der Tage entsteht aus einer Gruppe von Menschen, die einander fremd waren, Gemeinschaft. Am Ende der Tage ist jeder der Teilnehmer erstaunt darüber, dass dies möglich war: die anfänglichen Sorgen über die Einfachheit der Unterbringung und die entstandene, tiefe Verbundenheit. Das Gebet hatten sie zunächst mit Vorsicht und von außen betrachtet, jetzt ist es Stille, die das Herz weit macht.

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